Rassenportrait

Geschichte der Bracken

Schon um 1200 v. Chr. wurden die ersten ägyptischen Bracken von den Phöniziern und Griechen als Tauschobjekte nach Europa gebracht. über die Römer kam der Hund zu den Germanen. Vor allem waren es die Kelten, die sich mit der Zucht intensiv befassten. Die Keltenbracke ging auch in die Geschichte der Kynologie ein. Alle unsere Bracken stammen von dieser Keltenbracke ab. Im Zuge der Völkerwanderung und der Kreuzzüge wurde sie über ganz Europa verbreitet und dadurch einer vielfachen Verwendung zugeführt.

Eigenschaften, Charakter und Einsatz der Bracken

Die österreichische Bracken sind durch verantwortungsvolle Zucht gesund, widerstandsfähig und wesensstark erhalten geblieben. Sie sind vielseitige, intelligente und ausdauernde Gebrauchshunde – kinderfreundlich und familienbezogen. Das signifikante Merkmal ist das lang anhaltende, ausdauernde „Laute Jagen" auf Spur und Fährte sowie das hervorragende Orientierungsvermögen. Spurlaut und Spurwille, Schärfe, ausgeprägte Ambition zur Schweißarbeit, Leichtführigkeit und damit die Bereitschaft, sich vielseitig zu zeigen, machen die österreichischen Bracken zu verlässlichen Praktikern und angenehmen, ruhigen Revierbegleitern.

Tiroler Bracke (FCI Nr.68)

Tiroler BrackeDie Tiroler Bracke stammt ebenso wie die Brandlbracke von der Keltenbracke ab. Um 1860v begann im Tirol die Reinzucht der Tirolerbracke. Bei ihr handelt es sich mit ihren zwei Farbschlägen um einen reh- bis hirschroten oder einen schwarzroten Hund mit dichtem Stockhaar und 42 bis 50 cm Schulterhöhe. Häufig findet man auch noch ein weisses Abzeichen an Pfoten und Brustansatz, was auf altes Brackenerbe schliessen lässt. Ihre herausragenden Merkmale sind der sichere Fährtenlaut auf alles Wild und die Wesensfestigkeit, die eigentlich jedem Jagdhund eigen sein sollte. Die Tiroler Bracke ist der meistgeführte Jagdgebrauchshund in Tirol und wird dort vor allem von Berufsjägern zum Brackieren und zur Schweissarbeit verwandt. Die Tiroler Bracke ist ein Solojäger. Der Hund ist durch den anhaltenden Laut und die konzentrierte Nasenarbeit, aber auch durch seine mittelgrosse Statur langsamer als das Wild, und er hält nur selten Sichtkontakt zu diesem. Sticht der Hund aber einmal einen Hasen oder Fuchs, so kann man dies an der sehr viel schnelleren Lautfolge hören.