Rassenportrait

Geschichte der Bracken

Schon um 1200 v. Chr. wurden die ersten ägyptischen Bracken von den Phöniziern und Griechen als Tauschobjekte nach Europa gebracht. über die Römer kam der Hund zu den Germanen. Vor allem waren es die Kelten, die sich mit der Zucht intensiv befassten. Die Keltenbracke ging auch in die Geschichte der Kynologie ein. Alle unsere Bracken stammen von dieser Keltenbracke ab. Im Zuge der Völkerwanderung und der Kreuzzüge wurde sie über ganz Europa verbreitet und dadurch einer vielfachen Verwendung zugeführt.

Eigenschaften, Charakter und Einsatz der Bracken

Die österreichische Bracken sind durch verantwortungsvolle Zucht gesund, widerstandsfähig und wesensstark erhalten geblieben. Sie sind vielseitige, intelligente und ausdauernde Gebrauchshunde – kinderfreundlich und familienbezogen. Das signifikante Merkmal ist das lang anhaltende, ausdauernde „Laute Jagen" auf Spur und Fährte sowie das hervorragende Orientierungsvermögen. Spurlaut und Spurwille, Schärfe, ausgeprägte Ambition zur Schweißarbeit, Leichtführigkeit und damit die Bereitschaft, sich vielseitig zu zeigen, machen die österreichischen Bracken zu verlässlichen Praktikern und angenehmen, ruhigen Revierbegleitern.

Die Steirische Rauhhaarbracke (FCI Nr. 62)

Sie ist eine mittelgrosse Bracke – 45 cm bis 53 cm Schulterhöhe, imponiert durch ihre Erscheinung und hat einen ernsten, selbstbewussten Gesichtsausdruck. Der Behang ist nicht übermässig gross, anliegend, glatter und weicher behaart als der Körper, der ein schön fahlgelbes bis hirschrotes Stichelhaar zeigt. Die Rute ist gut behaart, mittellang und leicht sichelförmig nach oben getragen. Gewerke Peintinger begann die Zucht im Jahre 1870 mit einer hannoverschen Schweisshündin und einem jagdlich vorzüglichen rauhaarigen Brackenrüden. Die Wurfschönsten wurden aufgezogen und mit ihnen unter zeitweiliger Zuführung von Schweisshundeblut, wie auch Blut von kurz- und rauhaarigen Bracken weiter gezüchtet und so die schöne, intelligente und vielseitige Rauhaarbracke geschaffen. Im Hochgebirge und im Wald sind es zwei Eigenschaften, welche die „Steirische“ so wertvoll machen, nämlich ihre grosse Unempfindlichkeit gegen nachteilige klimatische Einflüsse und ihre Genügsamkeit. Sie zeigt sich unempfindlich gegen Regen, Schnee und Kälte und Hitze. Die Rauhhaarbracke ist ein passionierter, harter Jagdhund, der mit lautem und lockerem Hals auch in den schwierigsten Gebirgsgegenden befähigt ist, dem Wild zu folgen.